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English |Francais |DeutschDie Sasha-Puppe" wurde nach ihrer Gestalterin genannt. Sie hieß Sasha Morgenthaler und lebte in der Schweiz. Sie starb 1975 im Alter von 82 Jahren. Viele Menschen kannten sie, und noch viel mehr Menschen auf der Welt wußten von ihr und ihren selbstgemachten Puppen.
In der zwanziger Jahren begann sie, fürihre drei Kinder Spielsachen zu machen, Tiere und Puppen. Die Spielsachen, die man kaufen konnte, waren teuer und gefielen ihr gar nicht. Sie versuchte, ihren Traum zu realisieren und war davon erfüllt, menschliche Puppen herzustellen, die die Kinder lieben können, weil sie einen lebendigen Ausdruck haben.
Es ist das Spiel der Asymmetrie in den Proportionen, das den lebendigen Ausdruck vermittelt. Ein asymmetrischer Aufbau der Puppe, der aber eine Einheit bilden muß, ist die Grundlage für die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten.
Später begann Sasha mit Hilfe eines jüngeren Bildhauers und Gießers, Formen herzustellen, um den Puppen feste Körper und Glieder zu geben. Diese handgemachten Puppen sind später sehr teuer geworden. Es sind heute Portrait-Puppen für die Eltern oder Puppen für Sammler.
Sie wollte aber immer eine puppe für Kinder machen, die auch von weniger bemittelten Eltern gekauft werden konnte. 1963 ergab sich eine erste Möglichkeit, eine serienmäßig herstellbare Puppe zu entwickeln. Die Schwierigkeiten, die dabei auftraten, waren groß. Es schien, als wäre es gar nicht möglich, diesen Puppen den menschlichen Ausdruck mitzugeben, an dem ihr immer so gelegen war. Nach vielen Versuchen gelang die erste Produktion, die dann 1986 eingestellt wurde, da die neuen Fabrikherren die Puppenfabrikation nicht mehr fortsetzen wollten.
1988 wurde einem langjährigen Bekannten von Sasha Morgenthaler, der die von ihr selbstgemachten Puppen in die USA einführte, um sie in New York zu verkaufen, eine Lizenz zur Herstellung der serienmäßig fabrizierten Puppen erteilt.
Dieser Lizenz folgte nie eine Produktion, da dieser Freund und Lizenznehmer Ende 1993 an einer langen schweren Krankheit gestorben ist.
Im Herbst 1994 haben die Erben von Sasha Morgenthaler mit Franz und Marianne Götz einen Produzenten gefunden, mit dem ein neuer Lizenzvertrag abgeschlossen werden konnte.
Die Götz-Puppenfabrik" in D-96472 Rödental, die bereits vor dreißig Jahren mit Sasha Morgenthaler die serienmäßige Machbarkeit der Sasha-Puppe" entwickelte und mit großem Erfolg produktionsreif gemacht hat, ist die beste Garantie für die neue Zukunft der Sasha-Puppe".
Niklaus Morgenthaler